Mit dem Senior klarkommen – auch wenn Sie als Junior anderer Meinung sind

Mit dem Senior klarkommen – auch wenn Sie als Junior anderer Meinung sind

Wenn in Familienunternehmen Meinungen aufeinander krachen, hat jeder so seine eigene Überlebensstrategie. Welche ist Ihre? Ziehen Sie sich innerlich zurück und weichen dem Konflikt einfach aus? Gehen Sie, wo immer möglich, auf Konfrontationskurs mit dem Senior? Oder sind Sie schon so frustriert und resigniert, dass Sie Ihr Glück außerhalb des Familienunternehmens zu suchen?

Egal, für welche „Überlebensstrategie“ Sie sich entscheiden: Sie hilft nur kurzfristig

Ihren inneren Konflikt werden Sie trotzdem nicht los. Dazu stecken Sie viel zu tief drin. In der Familie. Und im Unternehmen. Die gute Nachricht: In Familienunternehmen wird nicht so schnell aufgegeben. Denn wo ein Problem ist, muss es irgendwo auch eine Lösung geben.

Nutzen Sie diese schwierige Situation für Ihr persönliches Wachstum

Gewinnen Sie daraus innere Stärke, Selbstbewusstsein und Klarheit. Denn beides brauchen Sie als Junior und Unternehmer. Bevor Sie also den Exit-Knopf drücken, drei Impulse für Sie:

1. Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung

Sie möchten, dass Ihre Meinung gehört wird? Dass Sie verstanden werden? Dann lernen Sie andere zu verstehen. Öffnen Sie sich für unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen.

Sie werden überrascht sein, wie schnell dadurch Themen vom Tisch sind. Und ganz nebenbei verbessern Sie damit die Beziehung und Zusammenarbeit mit dem Senior.

2. Schauen Sie genau hin, was los ist

Der eine will Recht haben, der andere will sich nichts sagen lassen. „Wer fragt, der führt.“ Schauen Sie genau hin, was los ist. Stellen Sie Fragen, hinterfragen Sie. Versuchen Sie, den Senior zu verstehen. Das entspannt nicht nur die Gespräche mit Ihrer Familie. Es wird Ihnen auch bei der Führung des Unternehmens gute Dienste leisten.

3. Wann kochen bei Ihnen die Emotionen hoch?

So nervenaufreibend dieses emotionale Tohuwabohu auch sein kann, es ist eine wertvolle Chance für Sie als Junior. Als künftiger Chef und Unternehmer. Wann kochen Ihre Emotionen hoch? Wann rasten Sie aus oder fühlen sich ganz klein? Sich selbst zu reflektieren ist eine der wichtigsten Fähigkeiten als Unternehmer.

Wenn es also mal wieder so richtig kracht im Familienunternehmen:

Spielen Sie nicht den Rambo, der mit dem Kopf durch die Wand will. Vielleicht haben Sie Ihren Standpunkt (und den Nutzen fürs Familienunternehmen) einfach nur noch nicht mit der Senior-Brille gesehen und entsprechend verpackt.

Kategorie Elternkonflikte, Familienunternehmen
Marita Eckmann

Marita Eckmann kommt selbst aus einer Unternehmerfamilie und kennt die emotionalen Herausforderungen von Junioren in Familienunternehmen aus eigener Erfahrung. Heute bietet sie Nachfolgerinnen und Nachfolgern in Familienbetrieben eine umfassende Beratung, um den eigenen persönlich erfüllenden Lebensweg zu finden.