Der Monatsrückblick Dezember sollte der letzte Blogartikel auf dieser Seite sein. Das war keine lang durchdachte Entscheidung, kein Konzept, kein Plan. Es war ein Gefühl. Eine innere Klarheit.
Die Luft war schon lange raus.
Seit Monaten hatte ich das Gefühl, dass alles gesagt ist – im Sinne von: Ich habe über alles geschrieben, was mir wichtig ist. Mit jedem Monat ging mir ein weitere Stück Schreibenergie verloren.
Deshalb habe ich mich zuletzt auf die vertrauten Reflexionsformate konzentriert: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?, den 12 von 12 und den Monatsrückblick.
Als ich den Monatsrückblick Dezember veröffentlicht hatte, war plötzlich alles klar: Okay, das war’s jetzt endgültig.
Und dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte.
Das Ende ist ein Neuanfang
Die Kommentare meiner Leserinnen haben mich sprachlos gemacht. Ich las einen nach dem anderen – und konnte kaum glauben, was ich da las.
Sie sahen in meinen Texten etwas, das mir selbst nicht bewusst war. Sie nahmen sich Zeit, mir zu schreiben und fassten ganz wunderbar in Worte, was ich selbst nicht sehen konnte. Wow!
In diesem Moment wurde mir klar, welche besonderen Verbindungen in den vergangenen vier Jahren kontinuierlichen Bloggens entstanden sind. Verbindungen, die weit über einzelne Texte hinausgehen.
Und genauso klar war dann: Ich schreibe weiter.
Ohne zu wissen wie, und ohne zu wissen, worüber.

Kill your darlings!
Zuerst wollte ich einfach mit dem Monatsrückblick weitermachen, denn er war für mich immer der wichtigste Blogartikel gewesen. Gleichzeitig fand ich kaum Themen, über die ich schreiben wollte.
Und da ich das Kämpfen ad acta gelegt habe und stattdessen meiner inneren Wahrheit folge, fiel auch die letzte Bastion auf diesem Blog: der Monatsrückblick.
Ich löse damit die letzte Verbindung zu all den Konzepten, denen ich seit Anfang 2022 gern und mit viel Freude gefolgt bin.
Manchmal muss man das loslassen, was einem besonders am Herzen liegt.
Mein innerer Wandel ist nicht mehr aufzuhalten und das ist die Konsequenz daraus.
Wie geht es weiter?
Ich habe immer gern aus meinem Alltag erzählt. Doch abgesehen davon, dass es sehr zeitaufwendig ist, passen diese Formate nicht mehr. Der Alltags-Livestream tritt vorerst in den Hintergrund, um Platz zu schaffen für neue, spannende Themen.
Ich starte mit einem Experiment.
Denn wenn ich durch die ungeplante Blogpause im August letzten Jahres etwas gelernt habe, dann das:
Manchmal muss man bewusst das Gegenteil tun, damit etwas Neues entstehen kann. Manchmal ist Umkehren der direkte Weg zum Ziel.
Ob es irgendwann wieder Monatsrückblicke geben wird?
Ich weiß es nicht.
Vielleicht wandern diese Rückblicke – in einer noch persönlicheren Form – künftig in den Newsletter. Vielleicht entsteht auch etwas ganz anderes.
Aber jetzt starte ich im Februar erst mal mit einem kleinen Experiment. Stay tuned, am 1. Februar geht’s los.














Das „worüber“ findet sich bestimmt von selbst, sobald der selbstgemachte Zwang weg ist. Ich hinterfrage gerade selbst meinen Rhythmus aber habe noch kein für mich stimmiges Konzept erdacht. Manchmal darf es auch einfach von selbst entstehen.
Liebe Grüße!