12 von 12 im Januar: Emotionaler Schleudergang vom Feinsten

Notizbuch mit Bild auf Tisch

Ich liebe die Bloggertraditon „12 von 12“. Mein 12. Januar war ein ganz normaler Arbeitstag, für den ein einziges Foto gereicht hätte: Das von meinem Chaos-Schreibtisch. Aber das wäre ja langweilig. Deshalb habe ich mich um etwas Kreativität und Farbe bemüht 😂

Morgenroutine: Reflexionsfragen

Eigentlich habe ich keine klassische Morgenroutine, ich bin damit bisher sehr intuitiv und flexibel umgegangen. Aber dieses Jahr habe ich einen klaren Fokus, weshalb ich mir morgens und abends die Zeit nehme, meinen Tag zu reflektieren. Ich liebe den frühen Morgen, mein Wecker klingelte heute um 5:30 Uhr. Normalerweise beantworte ich die Reflexions-Fragen am Schreibtisch, aber heute ist „12 von 12“ und deshalb gibt’s heute dieses Foto:

Lesend in den Tag

Ich liebe es, mit einem Buch und einer Tasse Tee in den Tag zu starten. Und wenn es nur 10 Minuten sind, aber die müssen sein. Im Moment lese ich das Buch „Eine Frage des Willens: Mein Weg nach oben“ von Angelique Kerber. Biographien von Sportlern sind normalerweise nicht so meins, aber die hier bewegt mich sehr. Heute ganz besonders, aber davon später mehr.

Emotionaler Schleudergang – Teil 1

Die paar Zeilen aus dem Buch von Angelique Kerber haben offensichtlich mehr ausgelöst, als mir bewusst war, den ich bin beim Frühstück plötzlich in Tränen ausgebrochen. Hola! Was ist denn jetzt los?? Ich lasse mich davon bewegen, schreibe die wichtigste Erkenntnis auf und beruhige mich recht schnell wieder.

Der ganz normale Büro-Wahnsinn

Der Pandemie sei Dank, lässt mich mein Chef seit dem ersten Lockdown von Zuhause arbeiten. Du glaubst gar nicht, wie ich das genieße. Seit Montag geht’s wieder richtig rund und ich schreibe ein Angebot nach dem anderen.

Kaffeepause beim Coach

Johannes hat heute einen vollen Terminkalender. Ich husche zwischen zwei Klientensitzungen kurz in sein Büro und genieße meinen Cappuccino in dieser wunderbaren Atmosphäre.

Mittagessen

Johannes hat ein Geschäftsessen und ich mache mir schnell Bratkartoffeln.

Besorgungs-Spaziergang

Manchmal vergesse ich die Zeit und stelle abends fest, dass ich nicht an der frischen Luft war. Aber heute ist „12 von 12“ und ich brauche Fotos. Also gehe ich in der Mittagspause kurz los um Besorgungen zu machen.

Zweite Kaffeepause

Mein Weg führt am Supremo vorbei und ich nehme mir kurz Zeit für einen Espresso. Ich überlege, ob ich die Einkäufe nicht lassen soll, entscheide mich dann aber doch für die größere Runde.

Steckerlfisch

Auf dem Weg zur Ortsmitte komme ich am Steckerlfisch-Stand vorbei. Ich bin zwar Vegetarierin, aber ich mag Steckerlfisch. Er erinnert mich an meine Kindheit. Interessanterweise habe ich seitdem nie wieder einen gegessen. Das sollte ich vielleicht mal nachholen.

Schreibtisch-Chaos

So sieht mein Schreibtisch fast jeden Tag aus. Ich scheine dieses kreative Chaos irgendwie zu brauchen. Links mein Laptop und rechts der für meine Teilzeitstelle. Diese Arbeit nimmt im Moment noch den meisten Raum ein.

Karten-Werkstatt

Seit wir von Büsum zurück sind, will ich Silke diese Postkarte schicken. Ich hatte in ihrer Ferienwohnung ein Foto gemacht, wie ich dort lesend mit einer Tasse Tee sitze. Ich habe ich durch den mindestens 3mm dicken Fotokarton gequält und die Ränder mit den Multimarkern angemalt. Das ganz oben ist übrigens die Kiste mit den selbstgemachten Briefumschlägen. Sie werden einfach nicht weniger. Ich sollte wieder mehr Karten schreiben.

Emotionaler Schleudergang – Teil 2

Später am Tag hat mich eine zweite emotionale Welle mitgerissen. Ich fühlte mich wie im Schleudergang. In Canva hab mir ein Foto gesucht, ausgedruckt, eingeklebt und drumherum gemalt. Emotionen kreativ zu verarbeiten, finde ich einfach wunderbar. Falls du dich fragst, wann ich dafür Zeit habe: Der kreative Spuk ist nach ungefähr 30 Minuten vorbei. Das geht bei mir ganz fix.

Was genau ist „12 von 12“?

An jedem 12. eines Monat findet bei DRAUSSEN NUR KÄNNCHEN das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber es wird leider nicht mehr fortgeführt.

Die Beiträge der anderen Teilnehmer*innen findest du direkt hier bei Caro.

14 Kommentare

  1. Liebe Marita,

    was für ein wunderbarer „12 von 12-Blog“. Ich hab mich von Deiner Erzählung mitreissen lassen, fühle mit Dir, bewundere nicht nur Deine kreativen Fähigkeiten und habe mir mal eben die Reflexionsfragen geklaut 😉 Ob ich das mit dem 5:30 Uhr Aufstehen hinbekomme und auch noch toll finde, weiss ich zwar noch nicht aber ausprobieren werde ich es auf alle Fälle.

    Grüssle
    Christiane

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      Marita Eckmann

      Danke fürs Lesen und Deine lieben Kommentare, Christiane.

      Ich stehe nicht jeden Morgen um 5:30 Uhr auf, du kannst also beruhigt im Bett liegen bleiben 😉 Schau mal, ob du mit den Fragen zurechtkommst, sie sind nicht von mir.

      Gruß, Marita

  2. Liebe Marita, was für ein Tag. Mit dem Schreibtisch geht es mir ähnlich, doch ich habe auch das Gefühl, dass gehört einfach zu mir. Danke für die tollen Reflexionsfragen. Die gefallen mir gut. Ich finde es auch witzig, dass die „12von12“ dich auch dazu animieren einen Spaziergang zu machen, das geht mir nämlich genau so. Liebe Grüße, Christiane

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      Marita Eckmann

      Ach, das ist ja interessant, dass du A) auch Chaos auf dem Schreibtisch hast und B) manchmal zum Spaziergang geschubst werden musst. Das hätte ich tatsächlich nicht gedacht und ich hüpfe jetzt erst mal auf Deinen Blog rüber.

      Liebe Grüße, Marita

  3. guten morgen meine liebe – danke für den tollen einblick in deinen alltag. hahaha, weie witzig, dass du auch oft so vertieft bist, dass du erst am ende des tages feststellst, dass du noch garnicht draußen warst – das kenn ich total. und wie genial ist da doch so ein 12 von 12 tag, odda!? der einen schön animiert mal rauszugehen, damits was zu erzählen gibt… wie geil ist das denn bitte, zwischendurch beim haus und hof coach pause machen zu können 🙂 und das foto vom schleudergang finde ich echt klasse! lg und ich wünsche dir nun heute einen schönen freitag den 13. 🙂

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      Marita Eckmann

      Hallo meine liebe „Schwester im Geiste“. Ich finde Deine Kommentare so wunderbar, aber das weißt Du ja sowieso. Ja, der „12 von 12“ hat seinen Charme, auch wenn ich ihn das erste Mal irgendwie anstrengend fand.

      Gruß, Marita

  4. Liebe Marita,

    dein 12 von 12 ist ein perfektes Beispiel dafür, wieviel Leben in einen einzigen Tag passt. Sehr prall, sehr emotional und bunt! Erkenntnisse kreativ zu verarbeiten nehme ich mal als Anregung!

    Liebe Grüße, Silke

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      Marita Eckmann

      Danke fürs Lesen, liebe Silke. Ja, probier das mal aus, es macht total viel Spaß.

      Gruß, Marita

  5. Liebe Marita,
    wie schön, dass 12 von 12 uns die Möglichkeit gibt, in den Tag eines anderen Menschen einzutauchen. Als ich 5:30 Uhr gelesen habe, bin ich etwas zusammengezuckt, denn das ist weit von meinem Biorhythmus entfernt. Es ist immer wieder spannend, wie unterschiedlich wir Menschen sind und dann kommen doch wieder Gemeinsamkeiten zum Vorschein, wie das kreative Chaos auf dem Schreibtisch. 😉
    Liebe Grüße
    Susanne

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      Marita Eckmann

      Liebe Susanne,

      danke fürs Lesen und Deinen netten Kommentar. Falls es Dich beruhigt, ich starte nicht jeden Morgen um 5:30 in den Tag. Aber ich gebe zu, dass ich die Ruhe des frühen Tages sehr genieße. Ich bin sehr beruhigt, dass es offensichtlich mehr Menschen als gedacht gibt, die ein temporäres Chaos auf ihrem Schreibtisch haben 😉

      Liebe Grüße
      Marita

  6. Hallo Marita,

    haha, das mit dem kreativen Chaos auf dem Schreibtisch kenne ich. Erst vor einem Monat hatte ich ihn so schön aufgeräumt und jetzt – naja, wie heißt es doch so schön? Nur ein Genie überblickt das Chaos, oder so ähnlich? 😀
    Klingt jedenfalls nach einem sehr interessanten 12. Januar. 🙂 Und deine Kreativität bewundere ich.

    Liebe Grüße
    Mim

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      Marita Eckmann

      Sehr beruhigend, dass es anderen ähnlich geht. Meine Ordnung hat eine sehr begrenzte Haltbarkeit und dann lande ich ziemlich schnell wieder im gewohnt kreativen Chaos.

      Liebe Grüße, Marita

  7. Liebe Marita

    Der Titel hat mich neugierig gemacht, Du ja sowieso. Vielen Dank fürs Mitnehmen in Deinen Tag. Er hat mich sehr berührt. Ich brauch wohl eine neue Bücherwunschliste: Die Marita-Liste. Danke vielmals fürs Teilen von ALLEM. Ich hab wieder viel mitgenommen und werde Neues ausprobieren – das kreative Verarbeiten von Emotionen ist mir sehr hängen geblieben.

    Und ich bewerbe mich hiermit für eine Deiner Karten und Umschläge. Falls Du noch Adressaten bräuchtest.

    Herzlichst,
    Christine aus der Schweiz

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      Marita Eckmann

      Liebe Chritine,
      ich schätze Deine wunderbaren Kommentare sehr, danke fürs Lesen! Eine Marita-Liste, ich glaub‘ das nicht wirklich 😉 Und was den Rest betrifft, da darfst Du Dich überraschen lassen.

      Gruß, Marita

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