So langsam aber sicher wird der 5. des Monats, genauso wie der 12. (Mein Tag in Bildern) zu einem Tag der Achtsamkeit. Das geht gar nicht anders, wenn man seinen Tag dokumentiert. Ich liebe diese Gelegenheit, weil ich präsenter bin und viel bewusster durch den Tag gehe. Während es beim „Tag in Bildern“ um die Fotos geht, steht heute der Text im Vordergrund. Ich verzichte auch auf Verlinkungen.
Das Besondere heute: Gegen 15:30 Uhr veröffentliche ich diesen Blogartikel, denn ich poste ihn in der Community ICH DER BEWUSSTE MENSCH. Danach dokumentiere ich meinen Tag noch bis in den Abend hinein.
Allein Zuhause
Ich habe den ganzen Tag für mich, denn an diesem Wochenende rutschen wir aneinander vorbei, der Lieblingsmann und ich. Während ich morgen auf dem Weg zum Workshop SPIRIT LOVES ME bin, wird er im Laufe des Nachmittags Zuhause eintrudeln.
Erledigungs-Marathon
Für diesen Tag habe ich mir einiges vorgenommen, denn die nächste Woche hat für mich nur zwei Arbeitstage und die sind schon voller Termine. Deshalb versuche ich vorzuarbeiten, auch im Hinblick auf Karfreitag und Ostersamstag, die wir wieder im Elternhaus verbringen, um dort aufzuräumen.
Was ist der Unterschied zwischen REM- und Tiefschlaf?
Heute komme ich nur schwer aus dem Bett, meine Schlafwerte haben noch Entwicklungspotenzial. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen REM-Schlaf und Tiefschlaf? Ich frage Tante Google und erfahre, dass es beim REM-Schlaf um die geistige Regeneration geht und beim Tiefschlaf um die körperliche. Dann habe ich mich zumindest geistig optimal regeneriert.
Transformation, was sonst?
Halb schlafend setze ich mich in die Küche, mache mir einen CHI, nehme mir Zeit für meine Anbindung, um dann die Tarotkarten für die kommenden Workshoptage zu legen. Uii! Diese Karten, zusammen mit der Wochenkarte Transformation, flößen mir ein bisschen Respekt ein, es scheint sich ordentlich was zu bewegen. We will see.
Zeit für Dankbarkeit
Bevor ich zum Einkaufen gehe, nehme ich mir Zeit für die Dankbarkeitsübung. Die mache ich morgens, um mich für den Tag auszurichten:
- Ich bin dankbar, dass auch heute die Sonne scheint und ich in der sonnigen Küche in den Tag starten kann.
- Ich bin dankbar, entspannt durch den Tag zu gehen
- Ich bin dankbar, dass ich gestern schon gut vorgearbeitet habe und heute gut starten kann.
- Ich bin dankbar, dass ich weiß, dass ich meine Haltung zu unangenehmen Aufgaben ändern kann.
Ich entscheide mich für einen entspannten Tag
Der vierte Punkt ist heute der wichtigste, denn es steht eine Menge Hausarbeit an: Waschen, Bügeln, Wohnung putzen und all solche Dinge. Noch vor Wochen war ich dabei innerlich hektisch, weil ich alles so schnell wie möglich hinter mich bringen wollte. Heute nehme ich mir vor, entspannt eins nach dem anderen zu erledigen und Mini-Pausen einzubauen.
Die Tulpen sind los!
Im Supermarkt werden gerade die Tulpen aufgefüllt. Ich nehme einen Strauß für Johannes‘ Schreibtisch mit, denn ich weiß, dass er sich darüber freuen wird, wenn er Sonntag nach Hause kommt. Ich bin sicher, dass er sie Dienstag, wenn er schon wieder unterwegs ist, auf meinen Schreibtisch stellen wird. So haben wir beide etwas davon. Außerdem packe ich noch Schoko-Osterhasen in den Einkaufskorb fürs Pflegeteam im Seniorenheim, wenn wir nächsten Samstag meine Mutter besuchen.
Frühstück
Ich habe mir eine Breze mitgebracht, für mich immer noch etwas Besonderes. Während ich frühstücke, beginne ich diesen Blogartikel, bearbeite das Foto und lade es hoch. Und womit mache ich jetzt weiter? Ich starte mal mit der Wäsche, dann kommt auch mehr Ordnung in den Raum.
2 Hosen, 3 Hemden und 6 Blusen weiter
stelle ich fest, dass es schon 12:00 Uhr ist. Ich mache mir einen Salat und gehe in meinen Schreibraum, um mich auf ein Telefonat vorzubereiten. Um 13:00 Uhr telefoniere ich mit einer Medizinfrau, die ich für die nächste Ausgabe des SPIRIT ME MAGAZIN interviewen werde.
Kurz danach rutscht mir ein ungeplantes Gespräch mit einer lieben Freundin dazwischen. Danach sind wir beide mit guter Energie angefüllt.
Ich nutze die Zeit am Schreibtisch, um nach einem Blogartikel für Ostersamstag zu suchen. Ich entscheide mich fürs Thema Durchhalten und lese ihn sicherheitshalber noch einmal durch. Interessanterweise finde ich Blogartikel, die ich vor zwei oder drei Jahren geschrieben habe, immer noch gut. Ich korrigiere ein paar Tippfehler und schreibe einen kurzen Text. Noch schnell eine Karte für die Osterschoki fürs Seniorenheim und die Putzorgie kann weitergehen.
Kaffeeplausch beim Nachbarn
Von wegen Putzorgie. 🙈 Fast hätte ich meinen Nachbarn vergessen. Kürzlich hatte ich meinen Senioren-Nachbarn im Garten getroffen und ihm gesagt, dass ich demnächst (endlich) mal wieder auf einen Kaffee vorbeikomme. Da ich nächste Woche nicht da bin und ihn nicht zu lange warten lassen möchte, gehe ich auf dem Weg zurück in die Wohnung kurz bei ihm vorbei, um mich für 15:00 Uhr anzukündigen.
Es ist 14:30 Uhr und bis 16:00 Uhr habe ich meinen Slot in der ICH DER BEWUSSTE MENSCH WhatsApp Gruppe, weshalb ich schon mal diesen Blogartikel veröffentliche.
Der Plausch mit meinem Nachbarn ist immer nett. Dieses Mal haben wir über den Tod und den Sterbeprozess seiner Frau und meines Vaters gesprochen. Außerdem haben wir festgestellt, dass Altwerden echt nichts für Feiglinge ist. Als ich nach einer Stunde wieder zurück in der Wohnung bin, beginne ich endlich mit dem Putzen. Aufschieben ist heute keine gute Idee.
Mit meiner Playlist geht’s leichter:
💃 To Feel Alive (Forester)
💃 Magic Touch (Tim Olsson)
💃 Count On You (Satin Jackes, Elmar)
💃 Salta (Sultan + Shepard)
💃 The World (Abroad)
💃 Phone Down (Armin van Buuren)
Situationskomik: Zwei Herren im Bad
Johannes war mal Loriot-Fan und kann bis heute einige der Loriot-Klassiker auswendig. Die Buchstützen hatte er geschenkt bekommen, sie stehen auf der Fensterbank im Bad. Da die beiden Herren ziemlich verstaubt waren, habe ich Herrn Müller-Lüdenscheidt und Dr. Klöbner ein Bad eingelassen. Das Foto kann ich dir nicht vorenthalten, es ist zu gut 🤣

Gnocchi-Wochen
Bevor Johannes verreist, bringt er mir vom Einkaufen Gnocchi mit. Er mag sie nicht, ich liebe sie und sie sind, mit unterschiedlichen Soßen ruckzuck fertig. Tatsächlich gibt es sie seit Tagen als Mittag- oder Abendessen. 😬😂 Inzwischen ist es 18:30 Uhr. Ich beende die Putzerei und mache mir Gnocchi mit Tomaten-Sahne-Soße. Lecker!
Abendreflexion
Ich nehme mir jeden Abend Zeit, um den Tag zu reflektieren. Hier die Kurzform:
Ich bin sehr dankbar, dass ich nicht nur alles geschafft habe, sondern auch, dass ich trotz der ungeplanten Ereignisse entspannt durch den Tag gegangen bin. Das ist absolut neu. Ich bin dankbar, dass ich mir Zeit für den Kaffee bei meinem Nachbarn genommen habe.
Meine Learnings heute:
- Die innere Haltung einen großen Unterschied. Ich werde noch mehr darauf achten, wie ich Dinge bewerte.
- Eigentlich hätte ich heute Morgen große Lust gehabt, einen Blogartikel fertig zu schreiben, aber ich hatte ein klares und nicht aufschiebbares Ziel. Das hat mir geholfen, mich nicht zum Schreiben verführen zu lassen. Vielleicht schreibe ich heute Abend noch etwas daran.
- Ein entspannter Tag macht einen entspannten Abend und einen guten Schlaf. In mir ist eine angenehme Ruhe, worüber ich mich sehr freue.
Was ist #WMDEDGT?
„Was machst du eigentlich den ganzen Tag“, kurz #wmdedgt, ist eine Idee von Frau Brüllen und findet an jedem 5. eines Monats statt. Die Regeln zum Mitmachen sind einfach: Verlinken und über den heutigen Tag Tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
Und in meinem Fall auch ohne interne oder externe Links und Foto. Ganz bewusst, damit ich mich ganz auf das Schreiben fokussieren kann.
Noch mehr „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ findest du direkt bei Frau Brüllen.
Liebe Marita,
Jetzt weiß ich endlich, was es mit #WMDEDGT auf sich hat und habe gleich meinen ersten Beitrag geschrieben.
Dein Tag war so voll mit Schönem, da bin ich gleich mit entspannt!
Liebe Grüße
Silke
Liebe Marita,
Danke, dass du uns mit durch deinen Tag genommen hast. Lieb, dass du nach deinem Nachbarn schaust.
Das Ding mit den Pflichten und Zielen und Denken die man aber viel lieber… ja, die innere Haltung macht eindeutig einen Unterschied.
VG,
Christine
Dingen, nicht Denken 😀