Monatsrückblick Dezember 2022: Entspannt in Richtung Jahreswechsel

Büsum an der Nordsee

In diesem Jahr hatte ich mich für eine entspannte Vorweihnachtszeit entschieden, denn ich hatte sowieso keine Lust auf Weihnachtsgedöns. Die letzten Monate waren anstrengend und ich brauchte dringend Ruhe. Keine Verabredungen. Kein Weihnachtsmarkt. Nichts. Einfach nur Zeit für mich. Das war auch gut so. Johannes‘ Bürouzug ging recht entspannt über die Bühne, aber auf Weihnachten mussten wir uns mental vorbereiten.

Mein Fokus im Dezember: Jahresrückblick 2022

Der Jahresrückblick gehört schon seit einer gefühlten Ewigkeit zu meinem Leben. Begonnen habe ich damit während meines Single-Daseins. Ich steh‘ nicht auf Silvester Partys und habe es immer genossen, diesen Tag mit mir selbst zu verbringen und das Jahr zu reflektieren. Inzwischen machen wir das gemeinsam irgendwann zwischen Weihnachten und Neujahr. Nachdem ich 2021 noch keinen Blog hatte und die Ideen von der Jahresrückblog Challenge nur in Teilen auf Instagram umsetzen konnte, war ich in diesem Jahr endlich dabei. Ich fand es wunderbar, gedanklich nochmal durch dieses wilde Jahr zu reisen und die Themen zu sammeln. Es war eine ganz besondere Zeit und vieles wurde mir erst Tage danach so richtig bewusst. Am 20. Dezember haben die Teilnehmer*innen den Veröffentlichen-Button gedrückt. Du findest meinen Jahresrückblick hier und auf der Seite von Sympatexter die Jahresrückblicke der anderen Teilnehmer*innen. Ich freue mich jetzt schon, mich durch die Blogs zu lesen.

Weihnachts-Mindset

Ganz leise und auf Zehenspitzen hat sich die Demenz in unsere Familie geschlichen. Meine Eltern, so wie wir sie bisher kannten, verschwinden jedes Jahr ein bisschen mehr. Das war schon während des vorletzten Weihnachtsfestes deutlich spürbar, aber seit ein paar Monaten nennen wir das Kind beim Namen. Vom letzten Weihnachtsfest bin ich tief berührt, irritiert und sehr traurig nach Hause gefahren. Auf den diesjährigen Besuch haben wir uns – so gut es uns möglich war – mental vorbereitet. Trotzdem war es anstrengend und an manchen Stellen skurril und sehr traurig. Meine Eltern sind beide betroffen und im Moment können sie sich noch gegenseitig helfen. Aber uns ist bewusst, dass der Zeitpunkt kommen wird, an dem etwas schiefgeht. Da meine Eltern alle Themen rund ums alt werden schon immer negiert haben, „warten“ wir quasi auf eine Situation, die alle zum Handeln zwingt.

Dieses Mal habe ich einen kleinen Abstecher in der Druckerei gemacht, um mir ein Papier fürs Visionboard zu holen. Die Maschine ist mindestens so alt wie ich (wenn nicht älter) und sie weckt immer noch Kindheitserinnerungen.

Die Vorbereitungen für 2023 laufen

Kaum war die Kündigung für meinen Arbeitgeber geschrieben, da gingen sie auch schon los, die inneren Prozesse. Damit hatte ich gerechnet, allerdings nicht so schnell. Mit dieser Entscheidung kommt alles Mögliche an die Oberfläche, was geklärt oder aufgeräumt werden will. Kleinste Kleinigkeiten und große Themen, von denen ich eigentlich dachte, dass ich sie schon bearbeitet hätte. Sehr spannend. Im Mai bin ich tief in die Arbeit von Dr. Joe Dispenza eingetaucht, hatte aber immer das Gefühl, dass es das noch nicht ist. Und so kam ich über THE WORK zum Buch „Der Weg zur inneren Quelle“ von Connirae & Tamara Andreas. Es ist übrigens mein „Buch des Monats“ und mein aktuelles Lieblingstool für diesen Prozess. Es ist eine sehr schöne Arbeit mit inneren Anteilen, dessen Tiefe mich immer wieder überrascht. Im Moment lese das Buch zum zweiten Mal.

Weihnachtskarten-Bastelei

Ich bin eine Basteltante. Bis vor ein paar Jahren habe ich immer (ja, schon immer) selbstgebastelte Geburtstags- und Weihnachtskarten verschickt. Ich hatte sogar mal ein minikleines Kartenbusiness, aber wenn man weiß, wie schnell Karten in großen Mengen hergestellt werden können und dass der wirkliche Aufwand selten belohnt wird, habe ich das schnell wieder ad acta gelegt. In den letzten Jahren hatte ich weder Zeit noch Lust dazu. Für die Aktion Post mit Herz habe ich mich doch wieder an den Basteltisch gesetzt und tatsächlich sind sie ganz nett geworden:

Jahreswechsel an der Nordsee

Normalerweise sind wir in den Weihnachtsferien Zuhause. Ich liebe die Tage zwischen den Jahren und bin da eigentlich gerne Zuhause, um meine Dinge neu zu sortieren und zu ordnen. Aber ich bin auch offen für neue Ideen und so sind wir dieses Jahr direkt am 2. Weihnachtsfeiertag Richtung Norden aufgebrochen. In Bonn haben wir die Bundeskunsthalle besucht, spannendes zum Thema Oper gelernt, und am darauffolgenden Tag eine Freundin im Sauerland besucht. Nach einer Übernachtung in Bremen ging es weiter nach Büsum in eine ganz zauberhafte Ferienwohnung.

Rote GummistiefelDort sitze ich – nach einem nasskalten Spaziergang (Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Gummistiefel an den Füßen hatte) an der Nordsee – jetzt gemütlich auf dem Sofa, um diesen Monatsrückblick zu schreiben. Das fällt mir dieses Mal tatsächlich ein bisschen schwer, weil schon nach einem Tag der „Faultiermodus“ einsetzte und ich mich fast nur zum Lesen und Schreiben aufraffen kann. Am 2. Januar geht es wieder zurück Richtung München.

Der Mensch im Mittelpunkt

Habe ich schon erzählt, dass ich Buchgeschäfte liebe? Beim Stadtbummel in Husum habe ich in einer – überraschend gut sortierten Buchhandlung – das Buch „In der Mitte der Mensch“ von Bodo Janssen entdeckt. Ich kannte das Buch, aber dieses Mal musste es mit. Und – Bingo! – ich konnte die knapp 160 Seiten kaum aus der Hand legen. Es hat mich tatsächlich tiefer berührt, als ich es erwartet hatte. Ich bin großer Fan seiner „Menschen- und sinnorientierten Unternehmensführung“ – Dem Upstalboom Weg.  Er beschreibt in seinem Buch, wie er die Regeln Benedikt von Nursia in der Zusammenarbeit umsetzt. Bodo Janssen versteht Arbeit „als Weg zur Begegnung mit uns selbst“. Das ist auch meine Haltung und der Grund, warum ich mich im Network Marketing so Zuhause fühle. Denn es ist ein wunderbarer Weg der persönlichen Entwicklung. Übrigens war „Der Mensch im Mittelpunkt“ der Claim für mein Coaching Business.

Was sonst noch los war

  • Büroumzug: Mein Johannes hat mein Büro übernommen. Nachdem die Handwerker und Umzugsleute weg waren, ist endlich wieder Ruhe in unseren Alltag eingekehrt.
  • Mentoring: Auch eine Mentorin braucht einen Mentor, um sich weiterzuentwickeln. Den habe ich gefunden, hatte das erste Gespräch im Dezember und arbeite an der ersten Aufgabenstellung, damit wir tiefer einsteigen können.
  • E-Mail Postfach aufräumen: Ich weiß nicht, warum es immer den Jahreswechsel braucht, damit ich in meinem E-Mail Postfach richtig Ordnung mache. Ich habe radikal gelöscht und aufgeräumt, und mich von diversen Newslettern abgemeldet. Ich komme sowieso nicht zum Lesen und notfalls kann ich sie ja wider abonnieren.
  • Meine Technik funktioniert wieder! Der Laptop kam repariert zurück und nachdem sich der Fotodrucker am Papier verschluckt hatte, gab es hier – Garantie sei Dank – sehr schnell ein Ersatzgerät.

Was ich für Januar geplant habe

  • Für meinen neuen Weg braucht es ein neues Business. Ab Januar werde ich mit einer Coach an meinem Mindset arbeiten. Am 5. Januar geht’s los und ich freue mich sehr darauf.
  • Ich hoffe, dass meine Nachfolgerin Ende Januar starten wird, damit ich sie einlernen kann. Ich liebe es, mein Wissen weiterzugeben.
  • Mein Verstand möchte neue tägliche Arbeitsroutinen entwickeln. Weil „man“ das so macht. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das – bei meiner intuitiven Arbeitsweise – gelingen wird.
  • Bodo Janssen schreibt in seinem Buch, dass wir uns täglich überwinden sollen, etwas zu tun, was wir uns nicht vorstellen können zu überwinden. Dieser Gedanke lässt mich nicht mehr los und ich suche nach Ideen.

Worüber ich im Dezember gebloggt habe

Monatsrückblick November 2022: Die Weichen für das Neue sind gestellt

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Meine Work-Life-Balance: Arbeiten im Wohnzimmer

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12 von 12 im Dezember 2022: Bunt gemischt durch den Montag

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Jahresrückblick 2022: Ein magisches Jahr voller Überraschungen

Was für ein Wahnsinns-Jahr! 2021 war ein Vorbereitungsjahr, 2022 ein Umsetzungsjahr. Ich bin es ja gewohnt, mich und mein Leben zu reflektieren, aber das Jahr schreibend nochmal Revue passieren zu…

Noch mehr Monatsrückblicke gibt’s bei Judith aka Sympatexter.

4 Kommentare

  1. Liebe Marita,
    da haben wir den Jahreswechsel ja gar nicht so weit voneinander entfernt verbracht. Wir waren in Travemünde, das ist an der Ostsee, 2 Autostunden entfernt von Büsum.
    Deine Sorge um deine Eltern kann ich sehr gut verstehen. Bei uns war nur mein Vater krank, und ja, es kommt nach und nach und es war anfangs unglaublich schwer, damit umzugehen. Glücklicherweise waren meine Eltern sehr kooperativ und haben ihr Alter gut vorbereitet, schon lange bevor es ernst wurde. Das hat mir und meinen Brüdern die Betreuung und alle nötigen Entscheidungen sehr leicht gemacht. Ich weiß, wie selten das ist und bin meinen Eltern noch im Nachhinein sehr dankbar dafür. Ich hoffe, ihr findet eine gute Lösung, wenn sich die Situation zuspitzt.
    Für deinen neuen beruflichen Weg wünsche ich dir ganz viel Erfolg. Bin schon sehr gespannt auf deinen weiteren Weg!
    Liebe Grüße
    Astrid

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      Marita Eckmann

      Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar, liebe Astrid. Witzigerweise waren viele an der Ostsee, während wir an der Nordsee waren 😉 Was die finanziellen Dinge betrifft, da ist tatsächlich alles geregelt, aber eben nicht die Alltagsgeschichten. Darüber wollten sie noch nie sprechen und jetzt wird es nicht viel einfacher. Mal sehen, wie sich die Dinge entwickeln werden. Ich bin auch gespannt auf meinen Weg. Beim nächsten Jahresrückblick wissen wir mehr 🙂

      Liebe Grüße, Marita

  2. liebe marita! wie du über das langsame verschwinden deiner eltern schreibst, hat mich sehr berührt! du benennst es so zart und gleichzeitig wird deutlich wie schmerzlich präsent es für dich ist. dieses warten muss ein echter eiertanz sein!? da hat der urlaub anner see bestimmt gut getan, oder? abstand, kopf und herz von der seeluft kräftig durchpusten lassen – und in gummistiefeln durch watt hüpfen 🙂 wie hätte es auch anders sein können: natürlich habe ich auch in DIESEM blogbeitrag wieder eine buchinspiration für mich gefunden, ehehehe – der weg zur inneren quelle – das schau ich mir gleich im anschluss direkt mal genauer an! danke dafür! bei dem abschnitt zu deiner weihnachtskartenbastelei ist mir wieder die karte eingefallen, die du mir geschickt hast und über die ich mich sehr gefreut habe. ich finde inzwischen, dass „echte“ post was ganz besonderes geworden ist bei all dem digitalen gedönse – hahaha und das syndrom des email-postfach ausmistens und aufräumens kommt mir sehr bekannt vor – irgendwie fühle ich mich da ertappt, eheheh, geht mir nämlich genau so! ich freu mich schon drauf, wenn von dir wieder was zu lesen gibt! viel spaß beim schreiben und auch in deinen kreativen notizbüchern! lg, iris

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      Marita Eckmann

      Eiertanz ist das richtige Wort, Danke liebe Iris. Der Urlaub an der Nordsee hat tatsächlich gut getan, wir haben es sehr genossen. Gleichzeitig hat die Zeit zwischen den Jahren irgendwie gefehlt, in der ich sonst immer Herumkrame und das Jahr abschließe. Ich liebe „echte Post“. Schon immer, aber inzwischen ist es tatsächlich zu etwas Besonderem geworden. Ich freue mich, dass Du Dich über meine Post gefreut hast. Ich finde es unglaublich faszinierend, welche Ähnlichkeiten wir immer wieder finden. Sogar im E-Mail-Postfach *hahaha*

      Liebe Grüße, Marita

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