Was mich gerade beschäftigt: Mein Blog und die Experten „Schublade“

Eins gleich vorweg: Das Thema ist geklaut. Meine liebe Kollegin Daniela hat einen Beitrag mit (fast) genau dieser Überschrift geschrieben und der hat mich so inspiriert, dass jetzt schreibend auf dem Sofa sitze. So ganz weiß ich noch nicht, wohin mich das führen wird, aber so ist das immer bei meinen Blogbeiträgen.

Warum ich wieder mit dem Bloggen begann

Mit dem Bloggen war ich eigentlich durch. Es gab keinen Grund, zu bloggen. Außerdem hatte ich bereits zwei Blogabenteuer hinter mir. Aber „unverhofft kommt oft“ und als ich den Jahresrückblog von Judith Peters / sympatexter entdeckte, war es um mich geschehen. Innerhalb von zwei Wochen baute ich meine Coaching-Website zum Blog um, und legte mit dem ersten Blogbeitrag „Mein Blog, mein Leben, meine Gedanken“ los. Ich habe ihn gerade nochmal gelesen und darin – zu meiner Überraschung – das Ziel dieses Blogs entdeckt:

„Ich werde meine Gedanken mit dir teilen. Werde über das schreiben, was
mich bewegt, begeistert und inspiriert. Und vermutlich wirst du dabei auch
ein bisschen aus meinem Leben erfahren.“

Mein Blog braucht ein Expertenthema

Und weißt du was? Ich habe dieses Ziel ein bisschen aus den Augen verloren. Ich habe nämlich gelernt, dass ein Blog ein Thema braucht. Am besten ein Expertenthema. Ich bin immer bereit, zu lernen und Neues auszuprobieren und habe mich einfach mal darauf eingelassen. Mein Expertenthema… hmmm… bei einer Scannerpersönlichkeit ist das gar nicht so einfach.

Expertenthema #1: Network Marketing

Nachdem ich mein Coaching Business zugunsten von Network Marketing aufgegeben habe, ist Network Marketing wohl mein berufliches Expertenthema. So weit, so gut. Aber ich bin doch so viel mehr als Networkerin. Persönlichkeitsentwicklung ist ein zentrales Thema im Network Marketing. Eigentlich ist Network Marketing ein mega Persönlichkeitsentwicklungs-Tool. Deshalb bin ich auch so fasziniert davon. Was mich allerdings immer noch überrascht ist, dass es die wenigsten kennen – also wirklich wissen, was es ist und wie es funktioniert. Es juckt mich gehörig in den Fingern, hier mal ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen. Nicht nur wegen des Business selbst, sondern auch wegen der Nachhaltigkeit und der grünen Delle, die ich mit meinem Team ins Universum hauen will. Vielleicht sollte ich dieser Spur folgen.

Expertenthema #2: Coaching & Persönlichkeitsentwicklung

Ich war wirklich leidenschaftlich gerne Coach. Ich habe mich mein halbes Leben lang auf diese wunderbare Arbeit vorbereitet. Aber ich habe keinerlei Motivation, auf meinem Blog mit Coaching-Tipps um mich zu werfen oder seitenlange Anleitungen zu schreiben. Es liegt mir so was von fern, das kannst du dir gar nicht vorstellen. Deshalb wird es wohl ein Thema sein, dass immer irgendwie einfließt, aber ich will nicht nur über Coaching und Persönlichkeitsentwicklung schreiben. Dafür gibt es viele wunderbaren Coaches, die das viel besser und leidenschaftlicher machen als ich. Vielleicht rutscht mal ein Mindset-Thema mit rein, dann aber mit Bezug auf die anderen Themen.

Expertenthema #3: Unternehmertum & Selbstständigkeit

Und dann wäre da noch das Thema Selbstständigkeit. Das ist tatsächlich ein Thema, das in meinem Leben eine hohe Präsenz hat. Vielleicht, weil es mir quasi in die Wiege gelegt wurde. Nicht nur, dass ich in einem Familienunternehmen groß geworden bin und auch mein Mann aus einer Unternehmerfamilie kommt, ich habe meinen Mann bei seiner Gründung beobachten dürfen und ich habe selbst gegründet. Ganz ehrlich: Es schaudert mich ein bisschen, wenn ich sehe, wie wir Frauen uns selbstständig machen und ich schließe mich da selbst nicht aus.

Durch Network Marketing habe ich nochmal einen neuen Blick auf das Thema Unternehmertum & Selbstständigkeit bekommen. Das ist eine unglaublich innovative Möglichkeit, risikofrei unternehmerisch tätig zu sein. Ich bin davon sehr begeistert, vor allem aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Alle Risiken, die man hinlänglich mit Selbstständigkeit verbindet, entfallen und ganz nebenbei entwickelt man sich in seiner Persönlichkeit weiter. Für mich das perfekte Match.

Expertenthema #4: Journaling

Aber das ist ja noch gar nicht alles. Auf dem Weg zum „Expertenblog“ ist mir nämlich aufgefallen, dass meine kreative Seite unterwegs verloren ging. Kreativität ist für mich mehr, als zu Zeichnen oder mit Farbe und Papier zu arbeiten. Kreativität zeigt sich in vielen Bereichen unseres Lebens. Probleme zu lösen, finde ich äußerst spannend und kreativ. Einen Garten anlegen ist kreativ, Kochen ist kreativ, am eigenen Unternehmen zu arbeiten ist kreativ. Kreativität findet sich überall und sie ist – meiner Meinung nach – eine der wichtigsten Fähigkeiten. In den aktuell wilden Zeiten mehr denn je.

Meine Kreativität wird beim Schreiben und in meinen Notizbüchern sichtbar. Das Journaling ist – seit fast dreißig Jahren – ein zentral wichtiger Punkt in meinem Alltag. Im Notizbuch reflektiere ich mich, ich entwickle meine Ziele und Businessthemen weiter und ich sammle dort meine Gedanken und Ideen. An der Stelle fließen alle Themen zusammen. Aber ganz ehrlich: Ich habe keinerlei Ambitionen, nur übers Journaling zu bloggen oder dazu Kurse zu geben. Nichts liegt mir ferner!

Für welche Expertise entscheide ich mich?

Mit dem Expertenthema bin ich aber immer noch nicht weiter, auch wenn ich die zentralen Themen für mich gefunden habe:

  • Coaching & Persönlichkeitsentwicklung
  • Network Marketing
  • Unternehmertum & Selbstständigkeit
  • Journaling

Im Moment stehe ich ein bisschen ratlos vor diesen „Experten-Themen“ und suche nach einer logischen Verbindung. Der rote Faden in meinem Leben ist sicher „Coaching & Persönlichkeitsentwicklung“, auch wenn ich keine 1:1 Coachings mehr mache. Im Moment fühlen sich die Themen „Network Marketing“ und „Unternehmertum & Selbstständigkeit“ ganz passend an. Darin ist mein WARUM verborgen und um die beiden Themen dreht sich im Moment sowieso alles.

Die Persönlichkeitsentwicklungs-Themen fließen ganz von alleine ein, das lässt sich gar nicht vermeiden. Coach zu sein war für mich immer mehr als nur ein Beruf. Es war und ist eine Lebenshaltung. Und ein Blog übers Journaling? Ganz klar: Nein. Aber ich könnte trotzdem hin und wieder darüber schreiben. Schließlich ist es auch ein Business- und Persönlichkeitsentwicklungs-Tool.

Fazit

Was ich in den neun Monaten intensiven Bloggen herausgefunden habe ist, dass ich am liebsten über meine eigenen Erfahrungen schreibe. Wenn ich damit meine Leser inspirieren oder zum Nachdenken bringen kann – umso besser. Das fällt mir – zumindest im Moment – am leichtesten. Aber genügt das für einen Expertenblog? Ich weiß es nicht. Am Ende des Tages ist das Bloggen – wie so viel andere – Persönlichkeitsentwicklung. Schreiben klärt und macht einem Dinge bewusst. Und vielleicht stehe ich heute genau deshalb diesem Punkt: Weil ich neun Monate lang fleißig Blogbeiträge geschrieben habe. Es dauert neun Monate, bis ein Kind auf die Welt kommt und vielleicht wird hier gerade eine neue Idee geboren: Mein ganz persönliches Expertenthema bzw. meine ganz persönliche Expertenthema-Mischung. Keine Ahnung. Ich lasse das mal so stehen und behalte dabei mein ursprüngliches Blog-Ziel im Blick.

▶️ In was bist du eine Expertin und wie hast du zu deinem Expertenthema gefunden?

10 Kommentare

  1. Liebe Marita!
    Es tut so gut, diesen Artikel zu lesen, zu wissen, dass ich damit nicht alleine bin. Spannend finde ich deine Zielformulierung vom Jahresanfang und was daraus geworden ist. Aber ich verstehe es so gut. Ich habe mich im Sommer auch in Kurse geschmissen, mich darauf eingelassen und ausprobiert. Jetzt im Alltag merke ich mehr und mehr, was mir leicht fällt und gut tut und was einfach nur Energie kostet. Ich denke, das darf so sein: Zeiten, in denen wir uns ausprobieren, Neues lernen und Zeiten, in denen es einfach fließen darf.
    Wie immer bin ich auf deine nächsten Blogartikel gespannt.
    Alles Liebe, Dani

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      Marita Eckmann

      Ich merke schon, dass wir „mal wieder“ 😉 auf der gleichen Welle unterwegs sind. Das ist so beruhigend! Ich melde mich noch direkt bei Dir!

      Gruß, Marita

  2. Liebe Marita, ich finde deinen Blog sehr inspirierend und die Mischung deiner Themen bringt mich weiter auf meinem Weg. Es sind deine Erfahrungen aus dem Unternehmertum und der Persönlichkeitsentwicklung, die glaube ich vielen Frauen helfen und das Schreiben und Journaling zeigt so schön wie du deine inneren Prozesse begleitest. So schön dir dabei über die Schulter schauen zu dürfen. Ich möchte ehrlich gesagt als Leserin auf keines deiner Themen verzichten 😉
    Liebe Grüße, Christiane

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      Marita Eckmann

      Danke fürs Lesen und Deine Ermutigung, liebe Christiane! Das hast Du so wunderbar in Worte gefasst. Ich danke Dir.

      Liebe Grüße, Marita

  3. liebe marita, deinen beitrag finde ich mal wieder sehr inspirierend! Warum? Weil ich mich selbst so oft darin wiederfinde. purer egoismus also irgendwie, ehehehe, nee quatsch! zumindest nicht nur eheheheh! vorweg: ich liebe die abwechslung, die ich bei dir finde, klar, auch hier, weil ich mich darin wiederfinde – wir dehen uns im kreis eheheh. ich kann mir vorstellen, dass das für einige menschen aber auch herausfordernd sein kann, diese vielfältigkeit. tja. macht das was? nee, eigentlich nicht. dennoch bleibt ja für dich die frage: was ist denn nun mein expertenthema, und nein, ich finde nicht, dass du dich da festlegen musst, tust du ja auch nicht. aber wie kann man diese wunderbare vielfältigkeit denn nun irgendwie unter einen hut bekommen, irgendwie bündeln, irgendwie den überblick behalten, ohne nicht selbst früher oder später am rande des wahnsinns zu landen, ehehehe 😉 die einzige konstante im leben ist die veränderung und es ist nunmal so furchbar unbequem und meist auch unbeliebt, dass sich alles fließt, wie vlt auch die grenzen deiner expertenthemen!?!? organisches bloggen fällt mir da grad spontan ein. lange rede kurzer sinn, danke für deinen beitrag und die erneute wunderbare inspiration darin, denn ich struggle seit tagen mit meinen blog rubriken, also mit dem gleichen in grün. 12 rubriken sind wohl etwas viel…vier hauptrubrigen mit unterkategorien schon etwas „angepasster“ und damit übersichtlicher, aber die gefallen mir irgendwie nicht…also bleibst erstmal dabei, ich lass es noch ein bisschen fließen und wachsen – ist halt organisch so ein blog, wie die verfasserinnen und das leben an sich auch :))) lg und heiter weiter!!

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      Marita Eckmann

      Vielen Dank fürs Lesen und Deinen wunderbaren Kommentar liebe Iris. Ich liebe, wie Du schreibst!! Gut zu wissen, dass ich damit nicht alleine bin und danke fürs Bekräftigen meiner Vielfalt. Dein Kommentar macht mir so unglaublich viel Mut. „Organisches Bloggen“ gefällt mir und ich folge diesem Weg (meiner Intuition) jetzt einfach mal. Was ich nach drei „organisch“ entstandenen Blogbeiträgen schon mal feststellen kann ist, dass sie sich gut anfühlen und die Kommentare dazu sehr viel Mut machen. Ja, wir lieben die Veränderung und damit sind wir schon mal „out of the box“ und fern jedes Mainstreams. Vielleicht ist DAS unsere Expertise!!??!? Ich schätzt, dass es bei Dir ganz ähnlich ist. Jedenfalls wird es nicht langweilig und das ist doch schon mal sensationell!

      Gruß, Marita

  4. Liebe Marita,
    wie nennt man das … Gedankenübertragung? Genau das, was du in deinem Beitrag beschrieben hast, beschäftigt mich auch immer wieder, und ganz besonders in den letzten Tagen. In mir war zum Beispiel mal der Gedanke: Nun habe ich Ende Mai meinen Blog gestartet, nun wird es aber langsam Zeit, mein Expertenthema zu finden …
    Heute früh habe ich allerdings ein Interview gesehen, das Judith Peters mit einer langjährigen TCS-Bloggerin geführt hat. Bei ihr hatte sich am dem zweiten Blogjahr langsam ein Thema herauskristallisiert, das sich nun – nach einem weiteren Jahr verfestigt. Das hat mir wieder bewusst gemacht, warum ich mich gerade für Judiths Ansatz entschieden hatte: Weil sie uns „erlaubt“ einfach draufloszubloggen und zu schauen, was sich entwickelt. Darauf habe ich mich jetzt wieder besonnen.
    Auch ich habe mehrere „Säulen“ die mir sehr wichtig sind, aber das weißt du ja. Habe mich gerade – auch nach dem Lesen deines Blogbeitrags – entschlossen, die Sache wieder weniger „verbissen“ zu sehen und einfach weiterzumachen wie bisher, auch ohne streng definiertes Expertenthema. Dem Prozess vertrauen und schauen, was passiert …

    Liebe Grüße von der Ostsee
    Astrid

    PS: Irgendwie schade, dass du das Journaling nicht unterrichten willst. Es ist so schön, was du kreierst …

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      Marita Eckmann

      Dein Kommentar ist so unglaublich toll. Vielen Dank, liebe Astrid. Ich bin noch nicht dazugekommen, die Interviews anzuschauen, aber es macht Sinn, dass es auch mal etwas länger dauern kann. Und Du bist ja sowieso eine mega fleißige Blogschreiberin! Ich werde Dir noch direkt antworten und ich bin natürlich neugierig, was ich übers Journaling unterrichten sollte, denn ich mache das ja ganz intuitiv.

      Liebe Grüße, Marita

  5. Liebe Marita, vielen Dank für all deine tollen und inspirierenden Blogbeiträge. Es macht unglaublich Spaß sie zu lesen und es ist tatsächlich sehr ermutigend, dir auf deiner Reise über die Schulter zu blicken. Ich weiß auch nicht, ob man wirklich immer so ein striktes Thema braucht. Langfristig ist sicher ein Blog interessanter, der sich um eine Person und ihre Facetten und ihren Weg dreht. Wenn ich genug Informationen zu einem „Experten“ Thema gesammelt habe, ziehe ich normalerweise weiter ( Scanner nehme ich an 🙂 . Eine Person aber wird nie langweilig – und du ganz bestimmt nicht.. Liebe Grüße Kerstin

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      Marita Eckmann

      Liebe Kerstin, danke für Deinen ausführlichen Kommentar, und das Stöbern auf meinem Blog. Ich war gerade auf Deiner Seite und habe gesehen, dass Du das neue Foto drauf hast. Mega! Das ist toll geworden!

      Als Scanner darf man das Thema „Expertenstatus“ tatsächlich anders betrachten. Wir sind eben Vielseitigkeits-Expertinnen. Ist doch auch was. Alles eine Sache der Betrachtung 😉

      Danke fürs Kompliment und liebe Grüße, Marita

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